Axiom

    • BANLIEUE: Moulin Belfort
    • LABEL: Norside


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    BIOGRAFIE:
    Hicham Kochman alias Axiom wird 1975 in Lille geboren und macht seine ersten Schritte in der Hip Hop Szene seines Viertels Moulin Belfort Anfang der 90er Jahre. Er schließt sich dem Kollektiv Rebel Intellect an, aus dem später seine Crew Mental Kombat hervor geht, die Axiom zusammen mit Kheper, seinem Bruder Kaméa, Lord Bitum & DJ Amor bildet. Parallel zu seinen musikalischen Ambitionen wird er bereits 1994 als politischer Aktivist aktiv. Auslöser seines im Laufe der Jahre immer größer werdenden Engagements ist die Tatsache, dass 24 Mädchen von seiner Schule suspendiert werden, weil sie ihr Kopftuch nicht ablegen wollen. Fortan setzt er sich für Bürgerrechte und Gleichberechtigung ein, was sich natürlich auch in seinen Songs wiederspiegelt. Mit dem Debüt von Mental Kombat, welches mit „L’arrêt Public“ 1999 erscheint, setzt sich Axiom mit seiner Crew an die Spitze der lokalen Szene. Mit der Single „Rap Superstar“ zeigt die Erfolgskurve seiner Gruppe 2001 weiter steil nach oben. Doch vor allem in politischer Hinsicht macht sich Axiom im kommenden Jahr einen Namen.

    Denn nachdem einer seiner Klassenkameraden auf der Flucht vor der Polizei erschossen wird, schließt sich der Rapper mit Wurzeln in Marokko der renomierten Organisation Mouvement de l’immigration et des banlieues, kurz MIB, an, welche sich für die Rechte von Immigranten einsetzt. 2003 gründet er das Label Kafard Production, realisiert darüber im selben Jahr die Single „Sabotage“ von Mortal Kombat und hilft anderen Artists aus Lille mit seinen Produktionen auf die Beine. Obwohl mit Kheper, Lord Bitum & DJ Amor gleich drei Gründungsmitglieder seine Crew verlassen, released Axiom 2004, zusammen mit Kaméa und dem neu dazugestoßenen DJ Slim, das zweite Mental Kombat Album „La Légende“. Danach löst sich die Gruppe allerdings endgültig auf. Nach den nationalen Unruhen in den Banlieues von 2005 verfasst Axiom einen Brief an den damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy. Dieser Brief löst einen unglaublichen Begeisterungssurm aus, wird an Universitäten und Schulen von Professoren und Lehrern zitiert und Axiom erhält sogar vom damaligen Präsidenten Jacques Chirac eine persönliche Antwort.

    2006 unterschreibt er einen Vertrag bei U.L.M. und wird mit der Anbindung zu Universal zum Major Artist. Noch im selben Jahr veröffentlicht er erst das Mixtape „Net Album“ zum freien Download und kurze Zeit später sein Solo Debüt „Axiom“. In der Folgezeit lernt er den international bekannten Filmemacher Luc Besson kennen, arbeitet 2007 für dessen Produktionsfirma bei den Filmfestspielen von Cannes und ist 2008 unter anderem auch beim Festival „Art et Banlieue“ für diese tätig. 2009 verplichtet Luc Besson ihn für den Soundtrack zum Kinoblockbuster Banlieue 13 Ultimatum, doch zum wiederholten Male sorgt Axiom’s politisches Wirken für großes Aufsehen. Er gründet im selben Jahr die Organisation Norside, welche sich die berufliche Förderung und Integration junger Immigranten zum Ziel gemacht hat. Der Verein bietet unter anderem Workshops in Sachen Politikwissenschaft oder Staatsbürgerkunde an, bringt Jugendlichen die Wichtigkeit von Wahlen und der Beschaffenheit von Republik und Parlament näher und vermittelt zwischen Personalberatern und Arbeitssuchenden aus den Banlieues.

    Die aufwendige soziale Arbeit nimmt ihn natürlich sehr in Anspruch, trotzdem unterschreibt Axiom 2010 einen Vertriebsdeal bei Major Sony Music und verwirklicht dort 2011 sein zweites Album „Axiom aka Hicham“. Allerdings kündigt er im Vorfeld an, dass dieses sein letzter Release sein dürfte, da er sich in Zukunft noch nur auf seine politische Arbeit konzentrieren will. Anfang 2012 erscheint Axiom’s politischer Essay „J’ai un rêve“, in dem er nach dem Vorbild von Martin Luther King die Gleichstellung der immigrierten Bevölkerung fordert. Kurz darauf gründet er unter anderem mit dem schwedischen Diplomat und Unternehmer Tomas Fellbom das Young Urban Movement Project, kurz YUMP. Ziel ist es den Bewohnern aus den Banlieues, durch die Vernetzung von sozialen Einrichtungen und der Wirtschaft, Berufsausbildungen und Jobs zu verschaffen. Ende 2013 meldet sich Axiom, mit der nicht minder sozialkritischen Videosingle „100 Euros“, musikalisch zurück.

    CLIPS:

    DISKOGRAFIE:

    Axiom A.K.A Hicham (2011)

    01. J’fais Pas Semblant
    02. Axiom A.K.A Hicham
    03. La Tour Des Miracles (ft. Kamea)
    04. Hami
    05. Mach’allah (ft. Razyk & Reta)
    06. Toujours Debout (ft. Dayli)
    07. Un Jour Dans Fin
    08. Dans La Tete D’un Fou
    09. Bagdad
    10. Aaax‘
    11. Insomnies (Single Version)
    12. Tout Est Normal
    13. La Souris
    14. Samahni (ft. Ama)
    15. 1+1=-1
    16. O Mama
    17. Sur Un Air (ft. Jewels)


    Axiom (2006)

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    01. Axiom
    02. Lille ma médina
    03. Génération 75
    04. Je suis l’arabe
    05. Ma lettre au Président
    06. J’ai fait le rêve
    07. Sous mon lit
    08. Ecrire
    09. Ma musique
    10. J’kiffe le rap français
    11. Média, média
    12. Fais pas ch…
    13. Des youyous dans ma mairie
    14. Momo
    15. Prenez bien soin de vos proches
    16. Si Dieu veut me tester


    Net Album (2006)

    01. Ouais Ouais
    02. J’ai tout vu
    03. Lille et une nuit V2
    04. Je vous aime (ft. Kamea)
    05. Je sais
    06. Chacun
    07. La cité d’la peur
    08. Ma lettre au President
    09. Kel vie kon mène (ft. Kamea & Maxeen)
    10. MK souvenir(s)
    11. Les yeux vers le ciel
    12. Radi bel nia
    13. Sorti de nulle part (ft. Senor Karo & Original Smokaz)
    14. On represente
    15. Avant L’Album


    Mental Kombat – La Legende (2004)

    01. Voila
    02. Le Froid, La Rue
    03. Dans Le Hip-hop
    04. On Est La
    05. Kel Vie Qu’on Mene
    06. Avec De L’espoir
    07. Never Forget
    08. Salete De Monde
    09. Mental Kombat
    10. On Joue Pas Dans Le Meme Film (ft. Dias)
    11. Je Vous Aime
    12. La Legende
    13. Boost-moi ca
    14. J’aime Le Son
    15. Allons Enfants (ft. Jet Set Crew Deluxe)
    16. Une Seule Et Meme Realite
    17. Realite
    18. La Rue Parle (ft. Grain d’Kaf)
    19. Dites Leur (ft. Jet Set Crew Deluxe)
    20. Honneur


    Mental Kombat – L’arrêt Public (1999)

    1. Yo! yo! yo!
    2. L’empire du mal
    3. Les temps sont durs
    4. Partout la zonz
    5. Les cellules remplissent
    6. Herauts de la nouvelle epoque
    7. Wech mehdi
    8. Lille et une nuit
    9. Les tours
    10. L’arret public
    11. Vat‘ coucher !

    FEATURES:
    2008: La Jonction „Street Radio“ Mixtape – Je Sais
    2008: Rap de rue 2008 Compilation – Je Suis Chez Moi
    2009: Banlieue 13 Ultimatum Soundtrack – La Tour Des Miracles

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